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biodinamische landwirtschaft

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Was ist biodynamische Landwirtschaft?
(Text von Marco Serventi, www.agricolturabiodinamica.it)

Die biodynamische Landwirtschaft wird seit 1924 auf der ganzen Welt von landwirtschaftlichen Betrieben jeder Art und Größe praktiziert. Sie geht davon aus, dass ein Bauernhof ein lebender Organismus in einem geschlossenen Kreislauf ist eingefügt in den größeren kosmischen Organismus, dessen Einflüssen er unterliegt. Ein biodynamischer Bauer kennt diese Einflüsse und greift daher zu einer praktischen Maßnahme, die diese unterstützt. Das Ergebnis sind lebendige, fruchtbare Böden und gesunde Erzeugnisse. Die biodynamische Methode ist eine Vermehrung von Wissen, die sich zur Integration in die offizielle Ackerbaukultur anbietet, um dort eine Erneuerung in einem ethischeren und ästhetischeren Geiste zu bewirken und die eine neue, bewusste und verantwortungsvolle Professionalität der Bauern fördert.

Die drei Prinzipien der biodynamischen Methode sind:

  1. die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten;

  2. Pflanzen gesund zu machen, damit sie Krankheiten und Parasiten trotzen können;

  3. die bestmöglichen Nahrungsmittel zu erzeugen.


Handwerkszeug

Das wichtigste Handwerkszeug des biodynamisch-arbeitenden Bauern sind Fruchtwechsel, die biodynamischen Präparate, Kompostierung, Aussaat und Anbau nach dem Mondkalender und Planetenstand, eine nicht-zerstörerische Bearbeitung des Bodens sowie eine hochwertige Düngung mit besonderer Gründüngung ("sovescio") und Düngung mit biodynamisch behandeltem Kompost.

Eines der grundlegenden Konzepte der biodynamischen Anbauweise ist das des Bauernhofs als "geschlossener Kreislauf", d.h. ein System, in dem wenig oder gar nichts an Materialien und Energie von außen zugeführt wird. Der Bauernhof entnimmt aus dem täglichen Betrieb fast alle Produktionsmittel (Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel etc.) und reduziert auf diese Weise, was von außen benötigt wird (Diesel, mechanische Mittel etc.) auf ein Minimum. Wenn die heutigen sozioökonomischen Umstände es verhindern, dass ein Bauernhof als geschlossenes System arbeitet, so kann dies durch eine Kooperation mit anderen örtlichen Betrieben bewerkstelligt werden, die untereinander auch die Mängel auf bestimmten Gebieten ausgleichen können.

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